Satzung Blau-Gelb-Köpenick e.V.

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr  

  1. Der am 12.05.1997 gegründete Verein führt den Namen "Blau-Gelb-Köpenick e.V." und hat seinen Sitz in Berlin. Er ist in das Vereinsregister eingetragen.#
  2. Der Verein ist Mitglied in den Fachverbänden des Landessportbundes Berlin e.V., deren Sportarten im Verein betrieben werden und erkennt deren Satzungen und Ordnungen an.  
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Aufgaben, und Grundsätze der Tätigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung, und zwar durch Ausübung des Sports. Der Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung und Ausübung des Kanu- und Breitensports sowie des Gesundheitssports mit den Schwerpunkten Herz-Kreislaufsystem, Bewegungsapparat und Osteoporoseprävention. Der Verein fördert den Kinder-/Jugend-/Erwachsenen-/Breiten-/Wettkampf-/Gesundheits-/ und Seniorensport. Die Mitglieder sind berechtigt, am regelmäßigen Training und an den Wettkämpfen teilzunehmen. Im Gesundheitssport werden auch Mitglieder mit von den Gesundheitskassen geförderter Reha-Verordnung regelmäßig beübt.

2. Zu den Aufgaben von Blau-Gelb-Köpenick e.V. gehören:

  • Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen, deren Organisation und Durchführung insbesondere im Kanu- und Breitensportbereich sowie
  • Organisation und Durchführung von sportlichen Aktivitäten zum Zwecke der Gesunderhaltung, der Fitness und des allgemeinen Wohlbefindens.  

Das Training im Gesundheitssport erfolgt unter Anleitung von speziell, fachlich ausgebildeten und durch den Landessportbund, den Behindertensportverband und die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation lizenzierten Übungsleitern und Ärzten.

3. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

4. Die Organe des Vereins (§ 7) üben ihre Tätigkeit grundsätzlich ehrenamtlich aus, können aber für ihre Tätigkeiten im Dienst des Vereins nach Vorstandsbeschluss im Rahmen des § 3 Nr. 26a EStG (Ehrenamtpauschale) und Haushaltslage eine angemessene Entschädigung erhalten. Die näheren Einzelheiten dazu regelt die Beitragsordnung.

5. Mittel, die dem Verein zufließen, dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

6. Der Verein räumt den Angehörigen aller Nationalitäten und Bevölkerungsgruppen gleiche Rechte ein und vertritt den Grundsatz parteipolitischer, religiöser und weltanschaulicher Toleranz und Neutralität.

§ 3 Gliederung

  1. Für jede im Verein betriebene Sportart kann im Bedarfsfall eine eigene, selbstständige Abteilung gegründet werden. Die sportlichen Angelegenheiten werden durch die Abteilungen selbst, die finanziellen Angelegenheiten durch den Vorstand geregelt.
  2. Für die Abteilungsversammlungen sowie die Zusammensetzung und Wahlen der Abteilungsvorstände gelten die Bestimmungen dieser Satzung entsprechend. Geben sich die Abteilungen eigene Ordnungen, müsse diese in Übereinstimmung mit dem Gesamtinteresse des Vereins stehen.  


§ 4 Mitgliedschaft

  1. Der Verein besteht aus:
  • erwachsenen Mitgliedern nach Vollendung des 18. Lebensjahres
  • minderjährigen Mitgliedern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Ehrenmitgliedern

  2. Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft

 

2.1 Dem Verein kann jede natürliche und juristische Person als Mitglied angehören.

2.2 Die Mitgliedschaft ist schriftlich, unter Anerkennung der Vereinssatzung zu beantragen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Eine Ablehnung braucht nicht begründet zu werden. Bei Aufnahmeanträgen Minderjähriger ist die schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

2.3 Es gilt eine Probezeit von 6 Monaten. Während dieser Zeit besitzt das Mitglied auf Probe kein Stimmrecht und darf auch keine Funktionen bekleiden. Ausgenommen davon sind die Gründungsmitglieder. Nach Ablauf der Probezeit entscheidet der Vorstand über die Aufnahme als ordentliches Mitglied. Mitglieder mit von Krankenkassen geförderten Reha-Verordnungen unterliegen nicht der Probezeitregelung.

2.4 Die Mitgliedschaft erlischt durch:

a.) Austritt

b.) Ende der krankenkassengeförderten Reha-Verordnung

c.) Ausschluss

d.) Tod

e.) Löschung des Vereins

2.5 Der Austritt muss dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt werden. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Quartalsende.

Die Mitgliedschaft der Gesundheitssportler endet mit Ablauf der krankenkassengeförderten Reha-Verordnung, wenn kein Antrag nach § 4 Pkt. 2.2 gestellt wurde.

2.6 Nach Beendigung der Mitgliedschaft bleibt die Zahlungspflicht der bis zu diesem Zeitpunkt fällig gewordenen Beiträge bestehen.

2.7 Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem Vermögen des Vereins. Andere Ansprüche eines ausgeschiedenen oder ausgeschlossenen Mitgliedes müssen binnen drei Monaten nach dem Erlöschen der Mitgliedschaft durch eingeschriebenen Brief schriftlich dargelegt und geltend gemacht werden.

3. Vor dem Streichungsbeschluss erhält das Mitglied Gelegenheit zur Stellungnahme.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Rechte der Mitglieder

1.1 Alle Mitglieder sind berechtigt, an sportlichen Aktivitäten, Veranstaltungen sowie an Mitgliederversammlungen des Vereins teilzunehmen.

1.2 Jedes volljährige Mitglied hat bei Abstimmungen ein nicht übertragbares aktives Stimmrecht.

1.3 Die stimmberechtigten Mitglieder haben das Recht, den Vorstand des Vereins zu wählen und an den Vorstand bzw. zur Mitgliederversammlung Anträge zu stellen.

1.4 Das Stimmrecht ruht, solange das Mitglied mit seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Verein länger als sechs Monate seit der Fälligkeit im Rückstand ist. Mitglieder, gegen die ein Antrag auf Ausschluss aus dem Verein anhängig ist, haben kein Stimmrecht.

2. Pflichten der Mitglieder

Alle Mitglieder sind verpflichtet, sich entsprechend der Satzung, dem weiteren Ordnungen des Vereins sowei den Beschlüssen der Mitgliederversammlung zu verhalten. Die Mitglieder sind zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Kameradschaft verpflichtet.

2.1 die vom Vorstand festgesetzten Beiträge, Gebühren, Umlagen und Arbeitsleitungen fristgemäß zu entrichten bzw. zu erbringen.

2.2 das Vereinseigentum und die durch den Verein in Nutzung genommenen Übungsstätten einschließlich deren Einrichtungen sorgsam zu behandeln und für grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachte Schäden aufzukommen.

3. Maßregelungen

3.1 Gegen Mitglieder – ausgenommen Ehrenmitglieder – können vom Vorstand Maßregelungen beschlossen werden:

a) wegen erheblicher Verletzung satzungsmäßiger Verpflichtungen bzw. Verstoßes gegen Ordnungen und Beschlüsse

b) wegen Zahlungsrückstandes mit Beiträgen von mehr als einem Halbjahresbeitrag trotz Mahnung

c) wegen vereinsschädigenden Verhaltens, eines schweren Verstoßes gegen die Interessen des Vereins oder groben unsportlichen Verhaltens

d) wegen unehrenhafter Handlungen

3.2 Maßregelungen sind:

a) Verweis

b) befristetes Verbot der Teilnahme am Sportbetrieb sowie an Veranstaltungen des Vereins

c) Ausschluss aus dem Verein

3.3 In den Fällen § 5 Pkt. 3.1 a, b, c, d ist vor der Entscheidung dem betroffenen Mitglied die Gelegenheit zu geben, sich zu äußern. Das Mitglied ist zu der Verhandlung des Vorstandes über die Maßregelung unter der Einhaltung der Mindestfrist von 14 Tagen schriftlich zu laden. Diese Frist beginnt mit dem Tag der Einsendung. Die Entscheidung über die Maßregelung ist dem betroffenen Mitglied per Einschreiben zu zusenden. Gegen die Entscheidung ist Berufung an die Mitgliederversammlung zulässig.

§ 6 Finanzierung

  1. Von den Mitgliedern werden Beiträge durch Einzugsermächtigung erhoben, deren Höhe und Fälligkeit von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit beschlossen wird (Beitragsordnung). Von Vereinsmitgliedern, die Mitglied mehrerer Abteilungen sind, wird der Vereinsbeitrag nur einmal erhoben.
  2. Bei der Aufnahme in den Sportverein Blau-Gelb-Köpenick e.V. ist eine Aufnahmegebühr zu zahlen.
  3. Zur Realisierung besonderer Vorhaben des Vereins bzw. wenn ein außerordentlicher Finanzbedarf entstanden ist oder zu entstehen droht, können zusätzlich Gebühren, Umlagen und Arbeitsleistungen festgelegt und von der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Alles weitere regelt die Beitragsordnung.
  4. Teilnehmer an Gesundheitssportangeboten, die nicht Vereinsmitglied sind, zahlen Gebühren lt. Kassenordnung des Vereins.
  5. Der Vorstand kann in gesondert zu prüfenden Fällen Beiträge und Umlagen ermäßigen, stunden oder erlassen.

§ 7 Gremien / Organe

Die Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand  


§ 8 Die Mitgliederversammlung


1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie wird in der Regel einmal jährlich durch den Vorstand unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung durch schriftliche Einladung einberufen. Die Ladungsfrist beträgt 14 Tage. Sie muss einberufen werden, wenn zwei Vorstandsmitglieder bzw. ein Drittel der Vereinsmitglieder dies fordern.


2. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

a) Entgegennahme der Berichte des Vorstandes

b) Entgegennahme des Berichtes der Kassenprüfer

c) Entlastung und Wahl des Vorstandes

d) Wahl der Kassenprüfer und Wahl von Mitgliedern für Ausschüsse

e) Festsetzung von Beiträgen und Umlagen sowie deren Fälligkeit

f) Genehmigung des Haushaltsplanes

g) Satzungsänderungen

h) Beschlussfassung über Anträge

i) Verhandlung der Berufung gegen die Maßregelung (§ 5.3.1)

j) Ernennung/Abberufung von Ehrenmitgliedern

k) Auflösung des Vereins

3. Satzungsänderungen müssen den Mitgliedern mit der Einladung bekannt gegeben werden. Satzungsänderungen sowie Veränderungen des Vereinszwecks erfordern ein 2/3 Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.  


4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Vorstand einberufen werden, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe fordern.

5. Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vorstand des Vereins eingegangen sein. Später eingehende Anträge dürfen in der Mitgleiderversammlung nur behandelt werden, wenn ihre Dringlichkeit mit einfacher Mehrheit bejaht wird. Anträge auf Satzungsänderungen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, werden auf einer der nächsten Mitgliederversammlungen behandelt. Dringlichkeitsanträge auf Satzungsänderungen sind ausgeschlossen.

6. Stimmrecht und Wählbarkeit

1. Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, besitzen Stimm- und Wahlrecht.

2. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden.

3. Gewählt werden können alle volljährigen und geschäftsfähigen Mitglieder des Vereins.

4. Mitglieder, denen kein Stimmrecht zusteht, können an den Mitgliederversammlungen teilnehmen.

§ 9 Der Vorstand

1. Der Vorstand von Blau-Gelb Köpenick e.V. besteht aus

- dem Vorsitzenden

- dem stellvertretenden Vorsitzenden

- dem Kassenwart

- den Sportwart

- dem Jugendwart

- im Bedarfsfall der Gründung einer Abteilung – dem Abteilungsleiter

2.  Der Jugenwart wird durch die minderjährigen Mitglieder gewählt und durch die Mitgliederversammlung bestätigt. Die Jugend des Vereins führt und verwaltet sich selbstständig und entscheidet über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel in eigener Zuständigkeit. Die Jugend gibt sich eine eigene Ordnung. Die Jugendordnung regelt die Belange der Jugend des Vereins.

3. Der Vorstand führt die Geschäfte im Sinne der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er fasst seine Beschlüsse in einfacher Mehrheit. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden bzw. bei dessen Abwesenheit seines Stellvertreters.

Der Vorstand ordnet und überwacht die Angelegenheiten des Vereins, die Tätigkeiten der Abteilungen und berichtet der Mitgliederversammlung über seine Tätigkeit. Der Vorstand ist berechtigt, für bestimmte Zwecke Ausschlüsse einzusetzen. Er kann verbindliche Ordnungen erlassen.

4. Vorstand im Sinne § 26 BGB sind:

- der Vorsitzende

- der stellvertretende Vorsitzende

- der Kassenwart/Schatzmeister

Gerichtlich und außergerichtlich wird der Verein durch zwei der vorstehend genannten Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.

5. Die Mitglieder des Vorstandes werden jeweils 3 Jahre gewählt. Sie bleiben im Amt bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

6. Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorsitzenden oder einem durch ihn Beauftragten geleitet. Von den Vorstandssitzungen werden Protokolle angefertigt, die vom Vorsitzenden bzw. seinem Beauftragten und dem Schriftführer unterzeichnet werden.

§ 10 Der Kassenprüfer

1. Die Mitgliederversammlung wählt mindestens einen Kassenprüfer für die Dauer von 3 Jahren.

2. Dieser hat die Kasse und die Buchführung mindestens einmal jährlich zu prüfen; das Ergebnis dieser Prüfung ist der Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorzulegen.

3. Der Kassenprüfer überprüft die Durchführung der Finanzbeschlüsse der Mitgliederversammlung und ist berechtigt, Empfehlungen zu geben oder Auflagen zu erteilen.

4. Der Kassenprüfer beantragt bei ordnungsgemäßer Führung der Kassengeschäfte die Entlastung des Kassenwartes/Schatzmeisters und des übrigen Vorstandes.

§ 11 Ehrenmitglieder

Durch die Mitgliederversammlung können Personen, die sich in dem Verein besonders verdient gemacht haben, mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenmitglieder werden auf Lebenszeit durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit ernannt. Sie besitzen Stimmrecht und sind von der Entrichtung von Beiträgen befreit.

§ 12 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

1. Für den Beschluss zur Auflösung des Vereins ist eine 2/3 Mehrheit der erschienenen Mitglieder in einer für diesen Zweck einberufenen Mitgliederversammlung erforderlich.

2. Liquidatoren sind der erste Vorsitzende und der Kassenwart/Schatzmeister. Die Mitgliederversammlung ist berechtigt, zwei andere Vereinsmitgleder als Liquidatoren zu benennen.

3. Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall des steuerbegünstigen Zweckes gemäß § 2 dieser Satzung fällt das Vermögen des Vereins, soweit es bestehende Verbindlichkeiten übersteigt, dem Landessportbund Berlin e.V. / konkret dem Landeskanuverband Berlin e.V.- zu, der es ausschließlich und unmittelbar zur Förderung des Sports im Sinne der Abgabeordnung zu verwenden hat.

§ 13 Inkrafttreten

1. Die Satzung ist in der vorliegenden Form am 12. Mai 2009 von der Mitgliederversammlung des Vereins Blau-Gelb Köpenick e.V. beschlossen worden.

2. Durch das Registergericht zu treffende Beanstandungen können durch Vorstandsbeschluss beseitigt werden.

3. Die Satzung wird wirksam mit ihrer Eintragung ins Vereinsregister.